Viel Grau, ein Landrat in Camouflage und ein bunter Umzug
Viel Farbe ist zur Zeit nicht im Spiel, hier im Velebit. Nicht einmal etwas Schnee bringt Abwechslung in das oft trübe Novemberwetter.
Der Tag fängt oft vielversprechend an und man darf auf etwas Sonne hoffen…

… am nächsten Morgen ahnt man schon, dass die Wolken und der Nebel die Wetterherrschaft wieder übernehmen werden.

Alles läuft ruhig und gemächlich ab. Wenn es mal nicht regnet wagt sich sogar Mlada Gora etwas aus ihrem gemütlichen Winterlager.

Sie hat kein großes Interesse an Bewegung, aber man kann ja mal einen Blick nach draußen wagen.

Nicht nur unsere Bären sind in der Winterruhe, auch unsere Schubkarren genießen die stille Jahreszeit.

Einer hat allerdings Dienst. Unsere kleinen Hühner schauen jeden Tag nach, ob sie in seiner Wanne etwas fressbares finden.

Am Donnerstag gab es dann mal so richtig eine Abwechslung. Das ganze hatte mit dem „Sonnenblumen Preis“ zu tun.

Im letzten Monat haben wir ja diesen Tourismuspreis für barrierefreien Tourismus und für die Förderung der Entwicklung in der dörflichen Gemeinschaft erhalten.
Alle Preisträger aus dem Landkreis Lika-Senji waren vom Landrat Ernest Petry zu einer kleinen Feier ins Landratsamt nach Gospić eingeladen worden.

Unsere Delegation bestand aus Aurélie, Iris, Ivan und mir und wir hatten uns so richtig chic gemacht.
Der Landrat war ganz dezent in Camouflage gekleidet.

Jeder Preisträger erhielt als Dankeschön noch eine Büste von dem kroatischen Politiker Ante Starčević, der 1823 in der Nähe von Gospić geboren wurde.
Aurélie hat sie für uns entgegen genommen.

Zum Schluss noch das obligatorische Gruppenfoto und dann waren wir auch schon wieder fertig.

Interessant für uns waren die Gespräche mit den anderen Preisträgern. Es gab ein „Slowfood-Restaurant“ auf dem eigenen Bauernhof oder eine Käserei, die nur ihre eigene Milch vermarktet. Wir haben uns verabredet, in Kontakt zu bleiben und uns gegenseitig zu besuchen.
Wenn man schon in Gospić ist, sollte man die Gelegenheit nutzen um einen kleinen Abstecher nach Smiljan zu machen. Dort wurde Nikola Tesla geboren und es gibt eine kleine Gedenkstätte mit Museum.

Spannend war die Vorführung des Teslatransformators, bei der eine so hohe Spannung in der Lutft ist, daß Neonröhren in der Hand geleuchtet haben.

Nach dem Besuch des Museums im Geburtshaus von Tesla…

… ging es zurück ins Gazka-Tal…

… und dann zurück nach Kuterevo.
Dort war wieder mehr geboten, denn Mladi Dol und Marko Kralji sind mal wieder ihrem Bewegungsdrang nachgegangen.
In der Winterruhe läuft alles etwas langsamer ab und auch die spielerischen Kämpfe sind nicht so intensiv.
Erst ein bisschen schnuppern…

… dann geht es kurz zur Sache…


… und ziemlich schnell geht dann auch jeder wieder seine eigenen Wege.


Heute war dann wieder einmal das Thema „Brot“, nicht „für die Welt“ sondern für unsere Bären.
Ivan und Aurélie haben gestern einen Transporter voll „Bärenfutter“ aus Senji gebracht und das Brot sollte heute versorgt werden.

Zuerst wurde der Transporter ausgeladen und dann das Brot in die Netzsäcke verpackt.

Ich habe nebenher immer wieder für die Aufhängemöglichkeiten gesorgt.

Nicht ohne Stolz haben wir zwei unser Tagwerk betrachtet, als der letzte Sack gefüllt und aufgehängt war.

Übrig blieb ein Haufen leerer Kartons, die dann auch noch versorgt werden wollten.

Einen schönen Farbklecks brachte eine Gruppe Kuterevaner in die graue Woche. Traditionell in der Faschingszeit zieht eine Gruppe mit Kostümen und Musik durchs Dorf und besuchen die Leute in ihren Häusern. Ihre ursprüngliche Aufgabe, den Winter zu vertreiben, dürfte ihnen dieses Jahr leicht gefallen sein, der ist schon seit ein paar Wochen weg.

Das wars für heute, wie es in Kuterevo weitergeht, demnächst mehr.
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Weitere Infos auch über unsere Spendenaktion „Bärenfutter“ auf unserer Homepage.