Ein Kommen und Gehen und Besuch von den wilden Bären
Langsam ist wieder so etwas wie Alltag eingekehrt. Beim Wetter ändert sich sowieso nicht viel, weiterhin „Goldener Oktober“.
Am frühen Morgen der alltägliche Kampf, Sonne gegen den Nebel…

… doch meist steht kurz darauf der Sieger fest, die Sonne hat gewonnen.

Im Refugium wird fleißig gearbeitet. Wir haben den Fuhrpark um zwei Transporter ausgebaut. So ist es einfacher die Futterspenden aus Senji und Gospić abzuholen. Sie eigenen sich aber auch sehr gut zum Transport von Baumaterial, wie z. B. neue Bretter für unsere Zäune.

Die Tage haben wir immer wieder neue „Nomaden“, die für ein paar Tage bleiben und mithelfen, aber wir müssen uns dann auch immer wieder von tollen Menschen verabschieden.

Die einen gehen, dafür kommen andere wie Alice und Eva aus Frankreich die uns auch zwei Tage unterstützt haben.
Bei der Arbeit in der Postaija, Pilze sortieren und zum trocknen vorbereiten…

… oder Peperoni zum trocknen auf eine Schnur aufziehen.

Aber es gibt auch viel draußen zu tun, neben der obligatorischen Bärenfütterung muss auch der Anhänger von seiner schweren Last befreit werden.

Nach dem Aufstapeln kommt die Streicharbeit.

Unsere Bären haben ganz was anderes zu tun, wie eigentlich den ganzen Sommer über sind sie beinahe die ganze Zeit am Fressen.

Allerdings befinden sie sich auf der Zielgeraden. Soviel wie möglich Kalorien zu sich nehmen bevor die Zeit der Winterruhe beginnt.
Wenn ein Platz leergefuttert ist halten sie schon wieder Ausschau nach der nächsten Leckerei.

Ljiubo Lik bekommt sein Spezialfutter, er leidet seit dem Frühjahr an Hüftschmerzen, vermutlich bedingt durch Ostroporose. Mit Schmerzmitteln versuchen wir ihm zu helfen, die müssen aber mit viel List in einer besonderen Futtermischung für ihn verpackt werden.

Slavko bei der Präperation der Medikamentenkugel, neugiereig beäugt von den anderen Bären.

Gestern dann schon wieder der nächste Abschied, unsere beiden Französinnen haben sich mit ihrem „Volontärbär“ um den Hals verabschiedet.

Zur Zeit bekommt das Dorf jede Nacht Besuch von den Bären aus den umliegenden Wäldern. Auch sie sind im Futterendspurt und sie wissen, dass es an den Obstbäumen im Dorf immer noch Zwetschgen und Äpfel zu finden gibt.
Ein ganz schlauer hat sich an unseren Bienen zu schaffen gemacht.
Er hat zwei Bienenkästen heruntergezogen…

… und versucht an den süßen Honig zu kommen.

Er war wohl recht unerfahren und hat es nicht geschafft. Wahrscheinlich haben ihn die Bienen mit ein paar Stichen in die Schnauze vertrieben.

Als Zeichen, dass sie da waren findet man jeden Morgen ihre Hinterlassenschaften auf den Straßen.

Unsere Bären sind nicht so panisch was das letzte Futter betrifft, sie wissen es gibt genug und reichlich davon, bis Ende November.
Da bleibt sogar Zeit in der Herbstsonne nochmal ein kleines Bad zu nehmen und dann erfrischt wieder auf die Suche zu gehen.

Matija hat sich nicht in Wasser gewagt, der Pool liegt beinahe den ganzen Tag im Schatten und es war ihm wohl zu kalt …

… da hat er sich lieber wieder mit seinen Ästen beschäftigt, seinem Lieblingsspielzeug.

Während Bruno lieber in der Sonne nach Futter gesucht hat.

Das wars für heute, wie es in Kuterevo weitergeht, demnächst mehr.
Und immer dran denken, spenden geht ganz einfach:

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Weitere Infos auch über unsere Spendenaktion „Bärenfutter“ auf unserer Homepage.