Goldener Oktober mit einem Hauch von Winter
Seit vergangener Woche bin ich wieder in Kuterevo. Die ersten Tage sind aber wie hinter einem Schleier an mir vorbeigezogen. Ich bin mit einer leichten Erkältung von Italien angereist und habe dann die ersten Tage fast ausschließlich im Bett verbracht. Es fiel mir sehr schwer, denn das Wetter war vorbildlich für einen goldenen Herbst.
Die Anreise war sehr schön, das Wetter hat gepasst und ich habe einen kleinen Stop in Senji im Hafen eingelegt.

Es war sehr windig, wegen der Bura war die Küstenstraße für LKW gesperrt, was für mich von Vorteil war. Allerdings musste ich in Senji aufpassen, dass mich der starke Wind nicht ins Meer bläst.
Dann war es endlich soweit, „Sie haben ihr Ziel erreicht“.

Die Tage danach waren wunderschön, aber wie gesagt, ich habe sie verschlafen.

Und wie heißt es so schön, wenn man kein Glück hat kommt auch noch Pech dazu. Am Samstag hatte es sich eine Wespe in meinen Coklijes gemütlich gemacht. Ich habe das erst bemerkt als sie mich in die Fußsohle gestochen hatte. Ein weiterer Grund sich hinzulegen.
Gestern am Sonntag ging es mir wieder besser dafür präsentierte sich aber das Wetter mit einem leichten Hauch von Winter.

Den ganzen Tag hat es stark geregnet und im Laufe des Nachmittags waren immer mehr Schneeflocken dabei.
Da ich mich wieder besser gefühlt habe, bin ich hoch nach Krasno gefahren. Mit jedem Höhenmeter wurde es winterlicher.

Am Aussichtspunkt über dem Tal war von Krasno nichts zu sehen, dafür bot sich ein anderer Anblick, der nicht weniger schön war.

Selbst auf der Meeresseite vom Oltaripass tanzten die weißen Flocken.

Im Hintergrund hat man aber schemenhaft die Inseln erkennen können und sogar den leicht blauen Himmel über dem Meer.

Dann wieder zurück nach Kuterevo durch den traumhaften „Winterwald“.

Heute morgen dann ein gänzlich anderes Bild. Die Sonne hat hartnäckig ihren Kampf gegen den Nebel ausgetragen und tatsächlich auch gewonnen.

Ideales Wetter fürs Fahrrad und so habe ich zum ersten Mal eine Runde zu den Bären gemacht.
Bei den „Großen“ habe ich Slavko getroffen, der mit dem neuen Transporter die Futterspende vom Spar ausgeladen hat.

Die Bären hat das nicht interessiert, sie haben sich nicht blicken lassen.
Dafür war Bruno schon in Lauerstellung, er hat wohl den Transporter gehört und sich aufs Futter gefreut.

Kurz darauf hat im Slavko den Gefallen getan und das vegetarische Menü ist wie gewohnt über den Zaun geflogen.

Auch Matija hat sich vorsichtig angepirscht, nachdem ihn Bruno kurz vorher lautstark verjagt hatte.

Und er hat gleich seine erste Möhre genossen…

… während Bruno die Qual der Wahl hatte.

Überall lag leckeres Obst und Gemüse und er wusste gar nicht was er zuerst essen soll.
Volontäre sind zur Zeit keine da und so sind wie so oft die „Nomaden“ mit ihren Campern eine große Hilfe.
Zwei Holländer haben ihr Domizil für zwei Nächte in Kuterevo aufgeschlagen und haben sich um die Brotspenden gekümmert.
Abfüllen in Säcke und zum trocknen aufhängen. So wächst langsam der Vorrat fürs kommende Jahr.

Nicht nur das Brot wird zum trocknen aufgehängt, auch die weißen Anzüge für den Messestand in Gospic haben etwas Sonne verdient und so sieht es vor der Postaija aus wie in einer Großwäscherei.

Nachdem die Sonne ihre Aufgabe erfüllt hatte, hat Slavko alles wieder fürs nächste Event abgehängt.

Ein paar Besucher kommen auch noch vorbei, irgendwo sind wohl schon wieder Herbstferien.

Die zweite große Aktion für unsere Nomaden war die Müllentsorgung der vergangenen Saison. Wir haben extra einen Container besorgt, der uns von den Überbleibseln der ganzen Workcampgruppen befreien soll.


Das wars für heute, wie es in Kuterevo weitergeht, demnächst mehr.
Und immer dran denken, spenden geht ganz einfach:

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Weitere Infos auch über unsere Spendenaktion „Bärenfutter“ auf unserer Homepage.