Kuterevo Winterruhe – 28.01.2025

Hoher Besuch in der Poataja und die ersten Kessel

Der Samstag begann rech vielversprechend, die Wettervorhersage schien zu stimmen und der erste Blick aus meinem Fenster war grandios.

Branko und Maria haben gleich in der Werkstatt ihre Arbeit fortgesetzt und an den Hockern weitergearbeitet.

Die ersten beiden waren schon fertig.

Bei meinem ersten Rundgang zu den Bären habe ich nur Matija entdeckt, der sich von der herrlichen Morgensonne nicht beeindrucken ließ. Er schlief noch tief und fest auf seinem gemütlichen Strohlager.

Slavko und ich haben die Gust der Stunde genutzt und mit den Vorbereitungen fürs Schnapsbrennen begonnen.
Zuerst Brennhilz richten…

… die Maische vorbereiten…

… und den Kessel anheizen.

Bis alles warm war at es recht lange gedauert aber nach einer ersten Duftwolke nach herrlichen Kornellkirschen lief der erste Schnaps.

Die Sonne hat sich dann doch recht schnell hinter den Wolken versteckt und der böige und kalte „Jugo“ hat uns beinahe weggeblasen. So ist es eben, wenn man im Winter Schnaps brennt und dabei der Witterung ausgesetzt ist.
Am späten Nachmittag hat Tomo seine Schafe mitten durch die „Brennerei“ in den Stall gebracht.

Nach fünf Kesseln, durchgefroren und geräuchert haben wir Feierabend gemacht. Nicht ohne unsere Ausbeute zu probieren, der Schnaps war köstlich.
Die Maisch der Kornellkirschen ist nicht sehr ergiebig, das Endprodukt aber dafür umso aromatischer.
Für den Sonntag war wieder starker Wind angesagt und so sollte der Kessel kalt bleiben.
Er begann aber wie der Tag zuvor mit herrlichem Sonnenschein und die Bären haben sich dieses Mal aus ihren Ruhestätten locken lassen.

Gemütlich in der Sonne liegen und die wärmenden Strahlen genießen…

… dabei kann man schon auch mal einschlafen.
Der Schnee ist verschwunden, aber an manchen Stellen kann man die Zeichen des Winters noch erkennen. Am Pool dauert es noch ein paar Tage bis die Bären Wasser trinken können.

Matija wollte die schönen Stunden nicht verschlafen und war wieder auf der Suche nach frischen Kräutern.

Mlada Gora hatte wieder das Gehege gewechselt und hat mich halb wach, halb schlafen beobachtet.

Und Marko Kralij hat sich das ganze wieder gemütlich von einem sonnigen Plätzchen aus angesehen.

Der Sonntagnachmittag war zum im Haus bleiben, starke Sturmböen ließen die Fenster und Türen klappern und es kam sogar noch ein Wintergewitter dazu.
Am Montagmorgen hatte sich das ganze wieder beruhigt und ich konnte am Horizont ein Hauch vom Morgenroterkennen.

Es gab dann tatsächlich sonnige Abschnitte, die Matija wieder genutzt hat. Voller Tatendrang ist er durchs Gehege gewandert.

Slavko und ich sind auch gewandert, aber um Brennholz für den Kessel zusammen zu suchen.
Es war wieder sehr stürmisch mit Sonne und kurzen Regenschauern, Aprillwetter eben.
Slavko und ich haben eine Kette gebildet, was mit nur zwei Gliedern doch recht anstrengend war.
Aber mit der Wurftechnik haben wir uns einige Meter Weg gespart.

Ich war das zweite „Kettenglied“ und zuständig für die letzte Wegstrecke zum Anhänger.

Währenddessen haben die Bären wie immer das Leben genossen und keine Kette gebildet. Man muss sich nur so hinlegen, dass die Kräuter direkt in den Mund wachsen.
Mladi Dol beherrscht das perfekt.

Für den Nachmittag hatte sich Besuch angekündigt. Goran Bukovac, der Bürgermeister von Otočac hat uns in der Postaja besucht.

Er kam zum Informationsaustausch zum Jahreswechsel und Ivan hat ihm über die aktuellen Entwicklungen und unsere Pläne für dieses Jahr informiert.
Er kennt das Bärenprojekt sehr gut, vor vielen Jahren, lange vor seiner Zeit als Bürgermeister, hat er bei uns auch schon Workcamps geleitet.

Es war ein schöner Besuch und ein sehr angenehmes Gespräch.
Nach dieser willkommenen Verlängerung unserer Mittagspause haben Slavko und ich unsere „Holzarbeiten“ wieder aufgenommen.
Falls der starke Wind nachlässt, voraussichtlich iin der zweiten Wochenhälfte werden wir den Brennkessel wieder anwerfen. Ausreichen Brennholz haben wir jetzt.

Aufgestapelt und abgedeckt wegen dem angekündigten Regen.

Dieser Dauerregen ist nun heute unser Gast. Slavko arbeitet trotzdem am Parkplatz weiter, nach dem er mit Ivan alles besprochen hat.

Ich habe heute fürs Mittagessen gesorgt, mein Arbeitsplatz war trocken und warm. Slavko war froh über den heißen Gemüseeintopf mit Nudeln.

Das Wetter ist weiterhin grau und nass. Ich hoffe auf die zweite Wochenhälfte.

Soviel für heute, wie es hier in Kuterevo weitergeht, demnächst mehr.
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Weitere Infos auch über unsere Spendenaktion „Bärenfutter“ auf unserer Homepage.